Zukunft

Zukunft mit Mobil­funk der 5. Generation

5G Mobilfunk ermöglicht im Alb-Donau-Kreis den Einsatz inno­vativer digitaler Techno­logien.

Echtzeit-Daten­über­tragung

Mit 5G, der fünften Generation in der Mobilfunk-Netz­technologie, sind enorme Daten­über­tragung­sraten möglich. Sie machen Echtzeit-Anwendungen wie das autonome Fahren oder den Roboter­einsatz bei medizinischen Operationen erst möglich. Die Einführung von 5G eröffnet aber auch die Chance, mehr End­geräte pro Fläche in optimaler Qualität versorgen zu können – sinnvoll für kommunizierende Maschinen in der Industrie oder für Smart Home-Anwendungen im privaten Bereich. Fach­leute erwarten einen Innovations­schub in vielen Bereichen der Wirtschaft mit 5G.

Chancen für auto­nomes Fahren und Tele­medizin

5G ist die Basis für Anwendungen, die hohe Daten­über­tragungs­raten erfordern – z.B. das Streamen hoch­auflösender Videos oder Augmented Reality- sowie Virtual Reality-Anwendungen. Auch stärkere Vernetzung im industriellen Bereich (Industrie 4.0, Internet der Dinge) und eine flächen­deckende Smart Home-Verbreitung werden damit möglich. 5G macht auch Funktionen nutzbar, bei denen höchste Verbindungs­qualität, garantierte Stabilität und permanente Verfügbarkeit nötig sind – z.B. autonomes Fahren oder Tele­medizin.

Eine Maschine wird per Tablet bedient
Die Mobil­funkt­technologie 5 G eröffnet in der Industrie völlig neue Möglich­keiten.

Alb-Donau-Kreis schließt „weiße Flecken“

Der Alb-Donau-Kreis liegt bei dieser Technologie vorn: Vodafone nahm im April 2020 mit Blaustein und Heroldstatt die ersten 5G-Stationen im Alb-Donau-Kreis in Betrieb. Es folgten Dornstadt und Rottenacker, sodass derzeit von vier Standorten aus eine 5G-Versorgung stattfindet (Stand: 01/2021). Damit können schon 20 Gemeinden im Alb-Donau-Kreis mit 5G-Signal versorgt werden. Um noch mehr Schwung in den 5G-Ausbau zu bringen, haben im Februar 2021 der Landkreis und NetzeBW eine Zusammen­arbeit im Bereich Mobil­funk­ausbau vereinbart.

Förderung von Modell­regionen

Die NetzeBW forciert den Aufbau der passiven Infra­struktur für den Mobil­funk, um den Providern die Stand­orte anzubieten und den Aufbau der aktiven Technik zu ermöglichen. Der Land­kreis unter­stützt die Initiative, um weitere „weiße Flecken“ im Mobil­funk­ausbau zu schließen.

Zitat: „5G ist eine von mehreren Schlüssel­technologien der digitalen Trans­formation. Wir stellen uns dieser Heraus­forderung.“

Das Bundes­ministerium für Verkehr und digitale Infra­struktur hatte 2019 einen Aufruf zur Förderung von 5G-Modell­regionen ausgerufen. Der Alb-Donau-Kreis, die Stadt Ulm und der Land­kreis Neu-Ulm schlossen sich daraufhin zu einer Kooperation zusammen, um ein gemeinsames Pilot­projekt an den Start zu bringen.

Eine Frau bedient ein Tablet
5G ist ein Weg­bereiter für zahlreiche Smart Home-Anwendungen in der Fläche.

5G bei Rettungs­einsätzen

Nach einem ersten Förder­bescheid über 100.000 Euro zur Erstellung eines Grund­lagen­konzepts reichten die drei Projekt­partner 2020 das Konzept mit dem Titel „5G: Stadt Land Leben retten“ in Berlin ein.

Das Projekt unter­sucht Möglich­keiten zur Verbesserung des Schutzes und der Rettung von Menschen und bindet Fach­leute, Erst­helfer sowie Technologie- und Netz­betreiber ein. Dadurch werden Lage­einschätzung und Einsatz von Rettungs­kräften verbessert.

Bessere Lage­einschätzung bei Not­fällen

Geplant ist auch, dass Sprach­barrieren bei Rettungs­einsätzen künftig kein Thema mehr sein werden: Eine maschinelle Übersetzungs­lösung unterstützt in Echt­zeit. Bei der Erst­versorgung sollen hoch­automatisierte Drohnen zum Einsatz kommen, die Erste-Hilfe-Material direkt an den Ort des Geschehens liefern. Die von den Drohnen über­tragenen Bilder ermöglichen zudem eine Optimierung der Lage­einschätzung bei komplexen Einsatz­lagen. Das kann beim Austritt von Gefahr­stoffen oder Rauch­gas­aus­breitung ebenso sinnvoll sein wie bei Stark­regen­ereignissen oder Not­fällen bei Groß­veranstalt­ungen und dient auch dem Schutz der Einsatz­kräfte.

Pilot­projekt im Alb-Donau-Kreis

Das geplante Projekt aus der Region hat das Ministerium in Berlin überzeugt. Als eines von zehn Projekten bunde­sweit erhielt es im Januar 2021 den Bescheid für eine Umsetzungs­förderung in Höhe von vier Millionen Euro. Im ersten Quartal 2021 wird daher mit der Umsetzung des drei­jährigen Pilot­projekts begonnen.

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